Zunächst findet eine theoretische Einweisung in die wichtigsten Dinge der UL-Fliegerei statt. Hier erfährt man, wie man ein Ultraleicht-Flugzeug grundsätzlich bedient, welche Instrumente wichtig sind, welche Voraussetzungen man erfüllen muss, um eine Sportpilotlizenz zu erwerben und vieles mehr. Schnell wird man erfahren, dass Fliegerei nichts mit Zauberei zu tun hat, dass die Sportfliegerei nichts für reiche Draufgänger ist, sondern ein bezauberndes und atemberaubendes Hobby.
Nach einer ausführlichen Einweisung in die Technik des Gyrocopters geht es dann für den Schnupperpiloten schon in die Luft. Der Flugoverall darf jetzt endlich angezogen werden und der Adrenalin Spiegel steigt.
Helm auf - Platz nehmen - noch klingt der Funkverkehr etwas fremd - Motor starten, Rollen zur Startbahn und dann Gas rein und ab geht die Post, immer unterstützt und gesichert durch den netten Herren auf dem vorderen Sitz.
Die Startbahn ist bald verschwunden, die Häuser werden kleiner und nach wenigen Minuten liegen der Rhein und der Odenwald zu Füßen.
Die anfängliche Spannung des Eintagspiloten legt sich und macht Platz für großes Staunen. Ein leichtes drücken des Steuerknüppels nach links lässt den Gyrocopter ruhig und souverän nach links schwenken. Ein kurzer Abstecher zur Luftbesichtigung des Heidelberger Schlosses, oder das Suchspiel "Wo ist denn unser Haus?", und das alles selbst gesteuert, wird einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Die Landung. In weiter Entfernung taucht der Flugplatz auf. Aus der gegenwärtigen Höhe sieht die Landebahn mit großen weißen Zahlen verdächtig klein aus, aber mit Hilfe des Kollegen auf dem vorderen Platz oder vielleicht auch schon selbstständig findet der Tagespilot den richtigen Winkel zur Landebahn, dann Gas zurück - der Geräuschpegel geht deutlich zurück - gleitet unser Gyrocopter sanft der Landeschwelle - die gar keine Schwelle ist, sondern eine Art Zebrastreifen - entgegen. Ein kurzes Abfangen unterstützt vom Gyroseven, Aufsetzen und Mutter Erde hat uns wieder.
Die Zeit ist "wie im Flug" vergangen. Der Tagespilot ist um mehr als eine Erfahrung reicher. Das breite Grinsen scheint sich nur noch operativ entfernen zu lassen und ein mit glänzenden Augen gesprochenes "Noch mal" ist schon fast zwangsläufig.
Abflughafen: Mannheim City Airport (nationaler Flughafen EDFM)
Region: Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg, Speyer, Bad Dürkheim, Hockenheim, Walldorf, Heppenheim, Bensheim, Neustadt, Lampertheim, Weinheim und Viernheim.